Warum hier spenden?

„Gibt es ein Spenden-Projekt, bei dem jeder Euro ohne Abzug den Bedürftigen zu Gute kommt?“

Ist das nicht „die“ Frage, die viele von uns immer wieder beschäftigt, wenn wir uns mit der Thematik Spenden oder „etwas Gutes tun“ auseinandersetzen?

Es könnte / sollte dieses Projekt sein. Warum? Weil hier keine Gelder für organisatorische oder andere verwaltungstechnische Belange aufgewendet werden. Alle monetären oder Sachspenden kommen direkt bei den Bedürftigen an. Regelmäßige Informationen zu den Projekten erfolgen über mich und diese Homepage. Was versuche ich anders zu machen, als die „normalen“ Spenden-Projekte? Ich versuche mindestens ein mal pro Jahr vor Ort zu sein, um mir persönlich einen Eindruck zu verschaffen, ob und wie die Spenden dort ankommen und eingebracht werden. Zu den Spenden und deren Nutzung gibt es regelmäßig und zeitnah Rückmeldungen an die Spender. Ich bleibe durch aktive und nachhaltige Begleitung und Beteiligung mit den Projekten in Kontakt. Natürlich arbeite ich ehrenamtlich für dieses Spenden-Projekt und ohne Spesen- und Aufwandsentschädigung.
Es handelt sich hier unter anderem um ein Projekt in der Ortschaft Gochas in einem afrikanischen Land mit dem Namen Namibia, dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, daher auch eine spezielle Bindung für uns Deutsche. Wie bin ich zu diesem Projekt gekommen? Während eines Urlaubs in Namibia im Januar 2015 hatte ich das Glück, über meine langjährigen Bekannten, Marieta und Pieter Liebenberg von der Farm Tranendal, ca. 35 km südlich von Gochas gelegen, den Kontakt zur Gemeinde von Gochas mehr durch einen Zufall aufzunehmen – sprich ich habe dieses Projekt nicht gesucht, es hat mich gefunden. Mehr dazu hier
„Ernährung und Bildung – Schlüssel für eine Zukunft!“
Wem wird hier geholfen? Die Unterstützung ist derzeit auf 2 Gruppen ausgerichtet. Die erste Gruppe sind die Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren des Epiphany Kindergartens und die zweite Gruppe sind die Kinder der N Mutschuana Primary School im Alter von 6 – 14 Jahren. Die Kinder in Gochas benötigen eine Beschäftigung, Unterstützung in der Vorschule sprich Kindergarten, entsprechenden zukunftsorientierten Unterricht, Anleitungen und Hilfen für’s Leben und noch vieles mehr. Vor allem aber benötigen die Kinder zunächst regelmäßige Verpflegung, sprich Frühstück und idealerweise ein warmes Mittagessen für einen hilfreichen Start ins Leben. Die Realität in Namibia ist sehr ernüchternd und hat mit den sozialen Leistungen und Möglichkeiten wie in Deutschland nur sehr wenig gemein.
Die Arbeitslosenrate in Gochas liegt bei ca. 80 %. Arbeitslose erhalten hier keinerlei Zuwendungen. Weisen und behinderte Kinder erhalten eine Unterstützung vom Staat in Höhe von 200,00 N$ (derzeit ca. 11,50 Euro) pro Monat. Personen die älter sind als 60 Jahre, erhalten eine Rente in Höhe von 1000,00 N$ (ca. 60 Euro) pro Monat. Die meisten Familien überleben hier nur aufgrund der Rente eines Familienmitgliedes. Aufgrund der Tatsache, dass es hier kaum Industrie gibt, sind auch nur sehr begrenzt Arbeitsplätze verfügbar. Wenige Menschen haben eine staatliche Arbeitsstelle wie Lehrer, Polizist oder bei der Gemeinde in der Verwaltung. Sehr wenige sind im privaten Sektor angestellt, wie im Hotel, Gästehaus, in einem Shop oder an der Tankstelle. Die meisten Jobs gibt es auf den Farmen. Aber auch hier nur wenige als Vollzeitjob, die meisten nur für einige Tage ca. 3 – 4 mal pro Jahr.
Diese Informationen sollten deutlich zeigen, dass dem Nachwuchs andere Möglichkeiten aufgezeigt werden müssen, damit sie eine Chance im Leben erhalten.
Wenn der Start ins Leben aber schon an mangelnder Nahrung scheitert, was dann?